Helmut Zapf

Komponist

Am 4. März 1956 in Rauschengesees in Thüringen geboren; Helmut Zapf ist Komponist. Früh erhielt er Klavier- und Orgelunterricht; von 1974 bis 1979 studierte er Kirchenmusik an der Kirchenmusikschule Eisenach und an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle und besuchte die Ferienkurse für Neue Musik in Gera. Von 1979 bis 1982 war er Kantor an der Stadtkirche in Eisenberg, danach bis 1986 Meisterschüler für Komposition bei Georg Katzer an der Akademie der Künste der DDR in Berlin; seither lebt er als freischaffender Komponist in Zepernick bei Berlin. Arbeitsaufenthalte führten ihn an das Schweizerische Zentrum für Computermusik und an das Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung in Freiburg. Ausgezeichnet wurde er unter anderem 1986 mit dem Hanns-Eisler-Preis, 1989 mit dem Hans-Stieber-Preis, 1990 mit einem Diplom des Kranichsteiner Musikpreises und 1993 mit dem Förderpreis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg; 1995 war er Ehrengast der Villa Massimo in Rom, seit 2015 ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Instrumentale Werke wie „Dreiklang III“ für großes Orchester (Donaueschingen 1992) stehen gleichberechtigt neben elektroakustischen wie der „Canzone“ für große Trommel und Live-Elektronik (1994). Im Cybele-Katalog ist er auf DEGEM Vol. 3 – LeiseLaute (1997) mit „Canto del Aria“ (1996) für Oboe und Zuspielband und auf DEGEM Vol. 8 – 90 Sekunden Wirklichkeit (2005) mit „parish music“ (2003) vertreten.