1948 in Treysa, heute Schwalmstadt, geboren und 2025 in Zeven gestorben; Herbert Henck war Pianist, Interpret Neuer Musik und Autor. Er studierte Klavier in Mannheim, Stuttgart und Köln, unter anderem bei Aloys Kontarsky, und arbeitete ab 1975 freischaffend; 2005 beendete eine Erkrankung seine Konzerttätigkeit. Sein Schwerpunkt lag auf der Musik des 20. Jahrhunderts, auf abseits stehenden Komponisten und auf der Improvisation. Bei ECM legte er acht Alben vor, darunter Klaviermusik von John Cage, George Antheil und Conlon Nancarrow, Johann Ludwig Trepulka und Alexandr Mosolov, Hans Ottes „Das Buch der Klänge“, Jean Barraqués „Sonate“, Federico Mompous „Musica Callada“ und das Doppelalbum „Locations“ (2003). In den 1980er Jahren gab er fünf Jahrbücher „Neuland“ heraus; er veröffentlichte Studien zu Karlheinz Stockhausens Klaviermusik, zum experimentellen Pianismus und zu Norbert von Hannenheim. Auf den Cybele-Alben Portrait Günther Becker (1998) und Günther Becker: Gesammelte Werke – Elektroakustische Musik (2004) ist er als Pianist zu hören.
Herbert Henck
Klavier / Autor

