Jacqueline Fontyn

Komponistin

* 1930 in Antwerpen; Jacqueline Fontyn erhielt ab ihrem fünften Lebensjahr täglich Klavierunterricht bei Ignace Bolotine, studierte Musiktheorie, Instrumentierung und Komposition bei Marcel Quinet in Brüssel und setzte ihre Ausbildung bei Max Deutsch in Paris fort; 1956 besuchte sie die Dirigierklasse von Hans Swarowsky an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. 1959 gewann sie den Prix de Rome. Von 1963 bis 1970 war sie Professorin für Musiktheorie am Konservatorium Antwerpen, von 1970 bis 1990 lehrte sie Komposition am Königlichen Konservatorium Brüssel. Ihr Werkverzeichnis umfasst mehr als 120 Kompositionen. Sie erhielt den Oscar-Espla-Preis (Spanien) und den Arthur-Honegger-Preis der Fondation de France und schrieb zwei Auftragswerke für die Koussevitzky Foundation der Library of Congress in Washington; sie ist Mitglied der belgischen Académie Royale des sciences, des lettres et des beaux-arts und wurde 1993 von König Baudouin in den Adelsstand erhoben (Baroness). Drei Alben verbinden sie mit Cybele. Die Orchesterwerke spielte 2008 das Janacek Philharmonic Orchestra Ostrava unter David Porcelijn ein; die Aufnahme stand auf der Topliste der nmz-Schallplattenkritiker 2009 in der Kategorie Neue Musik. 2014 erschien Jacqueline Fontyn und das Konzert als Vol. 5 der Edition Künstler im Gespräch, mit Kolja Lessing, Tom De Cock, Sven Pollkötter, Jan-Filip Tupa, Gaby Pas-Van Riet und Martin Schmeding sowie dem Göttinger Symphonieorchester unter Christoph-Mathias Mueller, dazu Gespräche mit Mirjam Wiesemann. Jacqueline Fontyn: Trios (2022) versammelt sechs Trios aus fast sechs Jahrzehnten, gespielt vom Trio Spilliaert mit Apolline Degoutte, Raphaël Béreau und Karel Coninx.