Cybele 960300 1996

16bit 44.1kHz Stereo Elektroakustische Musik Neue Musik Elektroakustische Musik Zeitgenössische Musik 1:13:45

Zur Beschreibung

Feedback Studio Köln Sampler – 25 Jahre Feedback Studio Köln Studio

Mitwirkende

Verschiedene Interpreten

Komponisten

Clarence Barlow · David Johnson · Herbert A. Mitschke · Johannes Fritsch · John McGuire · Michael Manion · Michael von Biel · Peter Eötvös · Siegfried Koepf · Silvio Foretic · Volker Staub

Kurzbeschreibung

Zum 25-jährigen Bestehen des Feedback Studios Köln, 1970 von Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar und David Johnson gegründet, erschien 1996 dieser Sampler. Sechzehn Ausschnitte aus den Jahren 1968 bis 1996 zeigen die Spannweite der Komponisten um Studio und Verlag: eine Improvisation der drei Gründer für Radio Zürich, Tonbandstücke von Peter Eötvös, Silvio Foretic und John McGuire, Fritschs „Violectra“ für Viola d’amore und Synthesizer, Gehlhaars interaktiven KLANG=RAUM, ein Trio auf Instrumenten, die Volker Staub gebaut hat, und Musiktheater von Herbert A. Mitschke nach Gedichten von Ernst Jandl.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
73:45

Kanäle
Stereo

Begleitheft
Deutsch, 16 Seiten

Angaben

Katalognummer
Cybele 960300
Erscheinungsjahr
1996
Genre
Elektroakustische Musik, Neue Musik
Epoche
Elektroakustische Musik, Zeitgenössische Musik
Besetzung
Elektroakustische Musik
Label
Cybele Records
GTIN
4068992503813
Booklet (Seiten)
16

Tracklisting

16 Titel · 1:13:45

  1. 01 Improvisation Zürich (1972) für Flöte, Synthesizer, Viola, Superstring und Schlagzeug (Ausschnitt) Komponist:in: Improvisation Interpreten: Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar, David Johnson 3:03
  2. 02 Cellokonzert (1971) (Ausschnitt) Komponist:in: Michael von Biel (* 1937) Interpret:in: Michael von Biel 7:23
  3. 03 Feuermusik (1972) für Tonband (Ausschnitt) Komponist:in: Peter Eötvös (1944-2024) Interpret:in: Peter Eötvös 3:09
  4. 04 Interludium (1971) für Tonband (Ausschnitt) Komponist:in: Silvio Foretic (1940-2024) Interpret:in: Silvio Foretic 3:04
  5. 05 Ton – Antiton (1968) für Tonband (Ausschnitt) Komponist:in: David Johnson (1940-2021) Interpret:in: David Johnson 5:57
  6. 06 Pulse Music I (1975-76) für Tonband (Ausschnitt) Komponist:in: John McGuire (* 1942) Interpret:in: John McGuire 4:56
  7. 07 Violectra (1971) für Viola d’amore und Synthesizer (Ausschnitt) Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpret:in: Johannes Fritsch 8:55
  8. 08 Hochtöner (1974) für Flöte, Viola, Schlagzeug, Synthesizer und Tonband (Ausschnitt) Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpreten: David Johnson, Rolf Gehlhaar, Johannes Fritsch 3:05
  9. 09 Trio (1977) für Viola, Posaune und Klavier mit Ringmodulator (Ausschnitt) Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpreten: Johannes Fritsch, Jon English, Kevin Volans 2:46
  10. 10 Swallowtails (1992) für Tonband (Ausschnitt) Komponist:in: Rolf Gehlhaar (1943-2019) Interpret:in: Rolf Gehlhaar 5:04
  11. 11 Trio (1993) für Stahlsaite, Baumstamm und Motorsirenen (Ausschnitt) Komponisten: Volker Staub (* 1961), Johannes Fritsch (1941-2010) Interpreten: Volker Staub, Johannes Fritsch 3:39
  12. 12 Pandora (1989) für Klavier (Ausschnitt) Komponist:in: Clarence Barlow (1945-2023) Interpret:in: Clarence Barlow 7:37
  13. 13 Ohne Titel (1992) für Orgel (Ausschnitt) Komponist:in: Siegfried Koepf (* 1958) Interpret:in: Siegfried Koepf 3:08
  14. 14 Music for Cello and Electronic Sound (1991) (Ausschnitt) Komponist:in: Michael Manion (1952-2012) Interpret:in: Stephen Harrison 3:38
  15. 15 Vaterkomm (1991) – Kammertheater für einen Sänger/Spieler, Computer und Tonband (Ausschnitt) Komponist:in: Herbert A. Mitschke (* 1954) Interpret:in: Herbert A. Mitschke 4:15
  16. 16 Pendulum (1996) – Musiktheater für Sopran, Sprecher, Tonband und interaktives Pendel (Ausschnitt) Komponist:in: Herbert A. Mitschke (* 1954) Interpreten: Sabine Kallhammer, Bruno Tendera 4:06

Beschreibung

Johannes Fritsch und Rolf Gehlhaar gehörten bis 1970 dem Stockhausen-Ensemble an; wie David Johnson waren beide 1970 bei der Weltausstellung in Osaka. Im selben Jahr gründeten die drei das Feedback Studio Köln, 1971 den Feedback Studio Verlag, laut Begleitheft der erste deutsche Komponistenverlag. Die Feedback-Komponisten spielten in Museen, Galerien und auf Festivals, mit Klanginstallationen, Kompositionen und Improvisationen, die zumeist in den Feedback Papers dokumentiert sind; Fritsch veranstaltete zudem die Hinterhausmusiken. Alle Komponisten des Samplers werden vom Feedback Studio Verlag verlegt. Premastering und Gestaltung lagen bei Fritsch und Herbert A. Mitschke vom Kölner Studio HerMit; die Ausschnitte stammen meist aus deutlich längeren Werken.

Die Anfänge dokumentiert eine Improvisation der drei Gründer, 1972 ohne Publikum für eine Selbstporträtsendung von Radio Zürich aufgenommen: Johnson spielt Flöte und Synthesizer, Fritsch Viola mit Kontaktmikrofon, Gehlhaar Superstring und Schlagzeug. Michael von Biel, der später bei Joseph Beuys studierte und seither vorwiegend bildnerisch arbeitet, spielte sein „Cellokonzert“ (1971) im März 1971 selbst im Feedback Studio ein. Peter Eötvös verarbeitete in „Feuermusik“ (1972) Drehleierklänge, Silvio Foretic schrieb „Interludium“ (1971) als Synthesizerkomposition in barocker Technik, und David Johnsons „Ton – Antiton“ (1968) zeugt von der Öffnung der elektronischen Musik für „fremde“ und historische Materialien. In „Pulse Music I“ (1975-76) übertrug John McGuire erstmals seine minimalistische Technik auf elektronische Klänge: Spannungsgesteuerte Synthesizer stellen Muster exakt dar, die in früheren Werken noch Musiker spielen mussten.

Von Johannes Fritsch erklingt „Violectra“ (1971) für Viola d’amore und Synthesizer in der zweiten Version, die er nach der Uraufführung beim Saarländischen Rundfunk mit Johnson im Feedback Studio aufnahm; ab 1973 spielte Fritsch das Stück immer wieder solistisch, in Westeuropa, der UdSSR, Japan und den USA. „Hochtöner“ (1974), ein Auftrag von Radio Bremen, stammt aus einer Hinterhausmusik mit den drei Gründern. Nach dem Weggang von Johnson und Gehlhaar arbeitete Fritsch mit vielen Musikern der Kölner Szene; das „Trio“ (1977) für Viola, Posaune und Klavier mit Ringmodulator mit Jon English und Kevin Volans nahm der Hessische Rundfunk bei einem Gastkonzert in der Darmstädter Orangerie auf.

Rolf Gehlhaars „Swallowtails“ (1992) ist der Mittelteil einer Performance mit verstärkten Becken im KLANG=RAUM, seinem 1984 entwickelten interaktiven, computergesteuerten Environment. Das „Trio“ (1993) für Stahlsaite, Baumstamm und Motorsirenen spielten Volker Staub und Fritsch zur Eröffnung einer Francis-Bacon-Ausstellung in der Kölner Kunststation St. Peter. Clarence Barlows „Pandora“ (1989) für Klavier, ursprünglich Schlusssatz eines Orchesterstücks, führt nach „simplistischem“ Beginn über Tangorhythmen in einen von Kontrasten geprägten Kern; realisiert hat es Michael Manion mit dem Sampler. Siegfried Koepfs „Ohne Titel“ (1992) für Orgel ist der Mitschnitt der Uraufführung in der Kölner Musikhochschule, Manions „Music for Cello and Electronic Sound“ (1991) ein Konzertmitschnitt mit Stephen Harrison. Herbert A. Mitschke gestaltet in „Vaterkomm“ (1991) Ernst Jandls Gedicht „vater komm“ als Kammertheater; für „Pendulum“ (1996) mit Sabine Kallhammer (Sopran) und Bruno Tendera (Sprecher) nahm er zerbrechendes Glas auf und verwandelte die Klänge am Computer.

Konzertkalender

23. Okt. 2026

19:30

Fall Collective(öffnet in neuem Tab)

Hrabba Atladottir (Geige), Susan Freier (Bratsche / Geige), Stephen Harrison (Violoncello), Keisuke Nakagoshi (Klavier)
St. Mark’s Episcopal Church, 600 Colorado Ave., Palo Alto(Karte, öffnet in neuem Tab)

Uraufführung Tickets(öffnet in neuem Tab)

25. Okt. 2026

16:00

Fall Collective(öffnet in neuem Tab)

Hrabba Atladottir (Geige), Susan Freier (Bratsche / Geige), Stephen Harrison (Violoncello), Keisuke Nakagoshi (Klavier)
Noe Valley Ministry Presbyterian Church, 101 Sanchez Street, San Francisco(Karte, öffnet in neuem Tab)

Uraufführung Tickets(öffnet in neuem Tab)

04. Nov. 2026

20:00

DER FALL WOYZECK(öffnet in neuem Tab)

Herbert A. Mitschke (Komposition), Kostas Papakostopoulos (Regie), Antonis Michalopoulos (Schauspieler), Stephanie Meisenzahl (Schauspielerin), Deutsch-Griechisches Theater Köln
Alte Feuerwache, Köln(Karte, öffnet in neuem Tab)

05. Nov. 2026

20:00

DER FALL WOYZECK(öffnet in neuem Tab)

Herbert A. Mitschke (Komposition), Kostas Papakostopoulos (Regie), Antonis Michalopoulos (Schauspieler), Stephanie Meisenzahl (Schauspielerin), Deutsch-Griechisches Theater Köln
Alte Feuerwache, Köln(Karte, öffnet in neuem Tab)

24. Apr. 2027

14:30

Spring Collective(öffnet in neuem Tab)

Terrie Baune (Geige), Susan Freier (Geige / Bratsche), Kevin Rogers (Bratsche), Stephen Harrison (Violoncello), Gwendolyn Mok (Klavier)
St. Mark’s Episcopal Church, 600 Colorado Ave., Palo Alto(Karte, öffnet in neuem Tab)

Tickets(öffnet in neuem Tab)

25. Apr. 2027

16:00

Spring Collective(öffnet in neuem Tab)

Terrie Baune (Geige), Susan Freier (Geige / Bratsche), Kevin Rogers (Bratsche), Stephen Harrison (Violoncello), Gwendolyn Mok (Klavier)
Noe Valley Ministry Presbyterian Church, 101 Sanchez Street, San Francisco(Karte, öffnet in neuem Tab)

Tickets(öffnet in neuem Tab)