Die Idee zu diesem Hörbuch hatte Mirjam Wiesemann, die bei Cybele Records die Hörbuchreihe Wort&Musik betreut: ein Hörbuch für Kinder mit Musik von Kindern. David Graham, Leiter der Kompositionsklasse für Kinder an der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf, schlug vor, den Kinderbuchautor Martin Baltscheit um eine Geschichte zu bitten. Den Anstoß gab ein toter Vogel, den Mirjam Wiesemann mit ihrer Tochter gefunden hatte, und die Erfahrung, wie schwer es Erwachsenen fällt, einem Kind etwas über den Tod zu erklären.
Sibyl und Matteo finden einen Vogel, der sich nicht mehr rührt. Schläft er nur, wie die Erwachsenen gern sagen? Wer so schläft, sagt Matteo, wacht nicht mehr auf – und Sibyl erkennt, dass auch sie jederzeit sterben kann. Aus Angst will sie nicht mehr einschlafen und löst damit eine Reihe von Ereignissen aus. Matteo macht sich auf den Weg, um etwas zu finden, das Sibyls Seelenfrieden rettet; seine Reise führt ihn über das Wasser, zu drei Holzfällern, einem Bären und einer Kräuterhexe. In zehn Szenen erzählt, endet die Geschichte mit Sibyls Schlaf und ihrem Erwachen.
Die sechs jungen Komponistinnen und Komponisten schrieben Lieder wie Sibyls Lied und das Lied der Holzfäller, eine Einschlafmusik und Lärmkonzerte, und sie komponierten auch Geräusche mit Instrumenten: Die Ankerkette erklingt auf den Saiten des Klaviers, die Pauke spielt die Schüsse, die Flöte übernimmt den Gesang des Vogels. Gespielt wird die Musik von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Bonn mit Harfe, Hörnern, Violoncello, Flöte, Schlagwerk und Klavier.
Die Wortregie führte Thomas Werner vom WDR, in dessen Auftrag Cybele Records das Hörbuch produzierte. Die Musik wurde im Mai 2006 auf Burg Langendorf aufgenommen, die Sprache im August 2006 in den Cybele Studios. Ernst-August Schepmann spricht den Erzähler, Lena Marie Anzenhofer die Sibyl und Lorenzo Liebetanz den Matteo; weitere Rollen übernehmen unter anderen Martin Baltscheit selbst, Mirjam Wiesemann und Vera Forester. Das Hörbuch wurde 2007 für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert.
Die Musik schrieben sechs Kinder und Jugendliche aus der Kompositionsklasse: Tom Brüggemann, Simon Ebener-Holscher, Adrian Huber, Laura Käppele, Ebilin Maruyama und Michael Ruzicka. Gesprochen wird von Kindern und Erwachsenen zwischen elf und fünfundsiebzig Jahren — unter den weiteren Rollen sind die drei Holzfäller Bob, Frank und Phil, eine Forelle, ein Bär, ein Bürgermeister und eine Kräuterhexe. Thomas Anzenhofer spricht den Bären, Wolfgang Welter den Holzfäller Bob und den Bürgermeister, Andreas Külzer den Holzfäller Frank, Martin Baltscheit den Holzfäller Phil und Mirjam Wiesemann die Kräuterhexe. Die Hybrid-SACD spielt 42:18 in Stereo und 5.1 Surround und wird ab etwa sieben Jahren empfohlen.
