Cybele 3D-051511 2016

3D-Binaural-Stereo 5.1 Surround DSD Stereo Klassik Romantische Musik 1:04:36

Zur Beschreibung

Max Reger Edition. Sämtliche Orgelwerke (Vol. 11)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Max Reger

Kurzbeschreibung

Nach dem Erfolg der Zwölf Stücke op. 59 zeigte sich der Verlag C. F. Peters an einem zweiten Heft „ganz im Styl“ dieser Sammlung interessiert, leicht spielbar sollte es sein. Was Max Reger 1902 schrieb, knüpft jedoch an die kurz zuvor entstandenen Monologe op. 63 an: Die Zwölf Stücke für Orgel Op. 65 nannte er selbst „romantische Stücke“, und mit ihrer harmonischen Intensität, ihren eruptiven Ausbrüchen und ihrer rhythmischen Komplexität rücken viele Sätze in die Nähe der großen Orgelwerke. Der elfte Band der Max Reger Edition enthält beide Hefte, gespielt von Martin Schmeding an der großen Wilhelm-Sauer-Orgel von 1908 in der Lutherkirche Chemnitz.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
64:36

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Orgel
Große Wilhelm-Sauer-Orgel op. 1011 (1908; 3 Manuale, 50 Register), Lutherkirche Chemnitz

Aufnahme
12./13. September 2015, Lutherkirche Chemnitz

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 56 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Mit freundlicher Unterstützung des Max-Reger-Instituts / Elsa-Reger-Stiftung

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung

opushd.net — Opus d’Or Award, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

MusicWeb International — Recording of the Month, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

Diapason — 5 Diapason, März 2017 (Box Max Reger Edition)

DIE ZEIT — Die besten Alben des Jahres 2016 (Box Max Reger Edition)

Pressestimmen

musikForum, 4/2016

organ – Journal für die Orgel, 4/2016

Leipziger Volkszeitung, 9/2016

Südwest Presse, 9/2016

American Record Guide, 9/2016

MusicWeb-International.com, 10/2016

Audiophile Audition, 10/2016

Opus Haute Définition, 10/2016

Early Music Reviews (Andrew Benson-Wilson), 11/2016

Der Spiegel, 11/2016

Thüringen Kulturspiegel, 12/2016

MusicWeb-International.com, 1/2017

Classic Voice, 2/2017

Gramophone, 3/2017

Fanfare, 3/2017

Diapason, 3/2017

musica sacra, 3/2017

Orgelnieuws.nl, 6/2017

Gewandhaus-Magazin, Nr. 93

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-051511
Erscheinungsjahr
2016
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Orgel
Label
Cybele Records
Barcode
809548016524
GTIN
4099885250125
Booklet (Seiten)
56

Tracklisting

12 Titel · 1:04:36

  1. 01 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 1 (1902) – Nr. 1: Rhapsodie Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 7:16
  2. 02 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 1 (1902) – Nr. 2: Capriccio Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:17
  3. 03 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 1 (1902) – Nr. 3: Pastorale Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:34
  4. 04 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 1 (1902) – Nr. 4: Consolation Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:14
  5. 05 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 1 (1902) – Nr. 5: Improvisation Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:20
  6. 06 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 1 (1902) – Nr. 6: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 6:06
  7. 07 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 2 (1902) – Nr. 7: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 6:13
  8. 08 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 2 (1902) – Nr. 8: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:42
  9. 09 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 2 (1902) – Nr. 9: Canzone Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:11
  10. 10 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 2 (1902) – Nr. 10: Scherzo Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:04
  11. 11 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 2 (1902) – Nr. 11: Toccata Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:35
  12. 12 Zwölf Stücke für Orgel Op. 65, Heft 2 (1902) – Nr. 12: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 7:04

Beschreibung

Immer wieder geriet Max Reger in Konflikt zwischen seinem künstlerischen Credo und den Wünschen seiner Verleger und Auftraggeber. Die Zwölf Stücke für Orgel Op. 65 sind dafür ein Beispiel. Nach dem Erfolg der Zwölf Stücke op. 59 hatte Henri Hinrichsen, Leiter des Verlags C. F. Peters, auf Regers Anfrage Interesse an einem zweiten Heft mit zwölf Orgelstücken „ganz im Styl“ von op. 59 bekundet, unter der Voraussetzung leichter Spielbarkeit. Reger hatte seit jenem ersten Zyklus jedoch eine enorme innere Entwicklung und zahlreiche Krisen durchlebt, und so schließt op. 65 eher an die unmittelbar vorausgegangenen Monologe op. 63 an. Er selbst bezeichnete die neuen Stücke als „romantische Stücke“; viele Sätze, so Martin Schmeding im Begleitheft, erinnern eher an die großen Orgelwerke und sollten an deren Maßstäben gemessen werden.

Reger beteuerte, die Stücke seien nicht schwerer als op. 59, sah sich aber heftiger Kritik des Verlegers ausgesetzt und musste die geplanten 15 Stücke auf zwölf beschränken; Fughetta, Intermezzo und Gigue erschienen später in op. 80. Die Entstehung zeigt auch den gerissenen Geschäftsmann: Dem Schweizer Verleger Hug, dem er das Werk zunächst versprochen hatte, schickte Reger die fertigen Stücke mit einer stark überhöhten Honorarforderung und provozierte so ihre Rückgabe, um sie kurz darauf seinem neuen Hauptverleger Lauterbach & Kuhn in Leipzig zu einer angemessenen Summe anzubieten. Die Rezensenten lobten die emotionale Tiefe und zeigten sich zugleich verwirrt über die technische und musikalische Schwere; ein englischer Kritiker vermisste die große Kunst, Dinge einfach zu sagen, der Komponist sei noch in seiner Sturm-und-Drang-Phase.

Die eröffnende Rhapsodie entwickelt sich aus einem Unisono-Thema mit der für Reger typischen fallenden Folge von Sekunde und Terz und türmt in atemloser Folge wahre Klangmassen auf. Das Capriccio (Nr. 2) erweitert die ABA-Form um Durchführungselemente, Pastorale (Nr. 3) und Canzone (Nr. 9) entfalten weit geschwungene Kantilenen. Mit der Fuge Nr. 6 in a-Moll, einer strengen Doppelfuge mit chromatisch-lyrischem Thema, und der Fuge Nr. 8 in D-Dur, einer „Scherzo“-Fuge mit Tonrepetitionen und kleingliedrigem Laufwerk, stellt Reger zwei Konzepte nebeneinander. Das Präludium in d-Moll (Nr. 7) mit zwei kontrastierenden Themen und einem lyrischen dritten Thema als Mitte ist dem Kopfsatz der Zweiten Sonate in d-Moll Op. 60 verwandt. Das Scherzo (Nr. 10), dessen Betonung zwischen geradem und ungeradem Takt changiert, nennt Schmeding ein Meisterwerk Reger’schen Humors mit einer Prise feiner Ironie.

Kirche und Orgel der Chemnitzer Lutherkirche wurden als Einheit entworfen. Der neoromanische Bau mit 64 Meter hohem Kreuzturm, im Sinne von Luthers „Ein feste Burg“ errichtet und mit Jugendstilelementen ausgemalt, birgt die Pfeifen der Wilhelm-Sauer-Orgel op. 1011 von 1908 in der Rückwand des Westwerks hinter einem zeittypischen Prospekt. Wie viele Instrumente der Jahrhundertwende war auch dieses später dem veränderten Zeitgeschmack angepasst worden; bei der Restaurierung 2006/07 rekonstruierte Christian Scheffler (Sieversdorf) zehn der 50 Register nach historischen Vorbildern und Mensuren. Schmeding nahm op. 65 im September 2015 auf, zusammen mit dem Programm des zwölften Bandes. Grundlage ist, wie in der gesamten Edition, die neue Reger-Notenausgabe des Carus-Verlags.

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