Max Reger

Komponist

* 19. März 1873 in Brand (Oberpfalz), gestorben am 11. Mai 1916 in Leipzig; war Komponist, Organist, Pianist und Dirigent; aufgewachsen in Weiden in der Oberpfalz, wo er früh Klavier- und Orgelunterricht erhielt. Ab 1890 studierte er bei dem Musiktheoretiker Hugo Riemann am Konservatorium in Wiesbaden und unterrichtete dort anschließend selbst. 1901 zog er nach München, wo er von 1905 bis 1906 als Nachfolger Joseph Rheinbergers an der Akademie der Tonkunst lehrte; nach Auseinandersetzungen mit dem Kollegium gab er die Stelle wieder auf. 1907 wurde er nach Leipzig berufen, als Universitätsmusikdirektor und als Professor am Königlichen Konservatorium. Von 1911 bis Anfang 1914 leitete er als Hofkapellmeister die Meininger Hofkapelle. 1915 übersiedelte er nach Jena und fuhr für den Unterricht weiterhin wöchentlich nach Leipzig. Sein Werk umfasst Orgelmusik, Kammermusik, Klavier- und Orchesterwerke, Chorwerke sowie rund dreihundert Lieder mit Klavierbegleitung. Im Cybele-Katalog ist seine Musik auf neunzehn Alben vertreten. Den Kern bildet die Max Reger Edition mit Martin Schmeding, der Regers sämtliche Orgelwerke 2015 und 2016 an historischen Sauer-, Walcker-, Ladegast- und Eule-Orgeln einspielte, unter anderem im St. Petri Dom Bremen, in der Lutherkirche Wiesbaden, in der Erlöserkirche Bad Homburg, in St. Annen Annaberg-Buchholz, in der Evangelischen Kirche Essen-Werden, in der Lutherkirche Chemnitz, im Berliner Dom sowie in der Michaelis-, der Nikolai- und der Thomaskirche Leipzig. Willem Tanke stellte 2006 Regers Variationen und Fuge in fis-Moll zwei eigene Wind-Fantasien zur Seite, gespielt an der Adema-Orgel der St.-Bavo-Kathedrale Haarlem und an zwei Marcussen-Orgeln der Grote of Sint-Laurenskerk Rotterdam. Auf dem Album Recital: Annette-Barbara Vogel (2002) steht seine Kammermusik neben Werken von Johannes Brahms, George Enescu und Witold Lutoslawski, gespielt von Annette-Barbara Vogel (Geige) und Ulrich Hofmann (Klavier).