Cybele 3D-051512 2016

3D-Binaural-Stereo DSD Stereo Surround Klassik Romantische Musik 1:05:28

Zur Beschreibung

Max Reger Edition. Sämtliche Orgelwerke (Vol. 12)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Max Reger

Kurzbeschreibung

Der zwölfte Band der Max Reger Edition verbindet die Zehn Stücke für Orgel Op. 69, die Max Reger im Herbst 1902 begann und die bei Organisten und Kritikern ungewöhnlich positive Resonanz fanden, mit sechs Choralvorspielen ohne Opuszahl aus den Jahren 1893 bis 1909 und mit Präludium und Fuge in gis-Moll WoO IV/15, dem letzten Orgelwerk seiner Münchner Jahre. Die beiden frühesten Choralvorspiele, „O Traurigkeit, o Herzeleid“ und „Komm, süßer Tod“, entstanden noch während der Wiesbadener Studienzeit bei Hugo Riemann. Martin Schmeding spielt die große Wilhelm-Sauer-Orgel von 1908 in der Lutherkirche Chemnitz.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
65:31

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Orgel
Große Wilhelm-Sauer-Orgel op. 1011 (1908; 3 Manuale, 50 Register), Lutherkirche Chemnitz

Aufnahme
14./15. September 2015, Lutherkirche Chemnitz

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 56 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Mit freundlicher Unterstützung des Max-Reger-Instituts / Elsa-Reger-Stiftung

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung

opushd.net — Opus d’Or Award, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

MusicWeb International — Recording of the Month, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

Diapason — 5 Diapason, März 2017 (Box Max Reger Edition)

DIE ZEIT — Die besten Alben des Jahres 2016 (Box Max Reger Edition)

Pressestimmen

musikForum, 4/2016

organ – Journal für die Orgel, 4/2016

Leipziger Volkszeitung, 9/2016

Südwest Presse, 9/2016

American Record Guide, 9/2016

MusicWeb-International.com, 10/2016

Audiophile Audition, 10/2016

Opus Haute Définition, 10/2016

Early Music Reviews (Andrew Benson-Wilson), 11/2016

Der Spiegel, 11/2016

Thüringen Kulturspiegel, 12/2016

MusicWeb-International.com, 1/2017

Classic Voice, 2/2017

Gramophone, 3/2017

Fanfare, 3/2017

Diapason, 3/2017

musica sacra, 3/2017

Orgelnieuws.nl, 6/2017

Mundoclasico.com, 4/2018

Gewandhaus-Magazin, Nr. 93

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-051512
Erscheinungsjahr
2016
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Orgel
Label
Cybele Records
Barcode
809548016623
GTIN
4099885250170
Booklet (Seiten)
56

Tracklisting

18 Titel · 1:05:28

  1. 01 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 1 (1902-1903) – Nr. 1: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:40
  2. 02 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 1 (1902-1903) – Nr. 2: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:11
  3. 03 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 1 (1902-1903) – Nr. 3: Basso ostinato Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:24
  4. 04 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 1 (1902-1903) – Nr. 4: Moment musical Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:49
  5. 05 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 1 (1902-1903) – Nr. 5: Capriccio Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:32
  6. 06 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 2 (1902-1903) – Nr. 6: Toccata Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:21
  7. 07 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 2 (1902-1903) – Nr. 7: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:09
  8. 08 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 2 (1902-1903) – Nr. 8: Romanze Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:28
  9. 09 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 2 (1902-1903) – Nr. 9: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:11
  10. 10 Zehn Stücke für Orgel Op. 69, Heft 2 (1902-1903) – Nr. 10: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:57
  11. 11 Sechs Choralvorspiele für Orgel (1893-1909) – Nr. 1: „O Traurigkeit, o Herzeleid“ WoO IV/2 (1893) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:55
  12. 12 Sechs Choralvorspiele für Orgel (1893-1909) – Nr. 2: „Komm, süßer Tod“ WoO IV/3 (1893) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:28
  13. 13 Sechs Choralvorspiele für Orgel (1893-1909) – Nr. 3: „Christ ist erstanden von dem Tod“ WoO IV/9 (1901) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:32
  14. 14 Sechs Choralvorspiele für Orgel (1893-1909) – Nr. 4: „O Haupt voll Blut und Wunden“ WoO IV/13 (1905) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:33
  15. 15 Sechs Choralvorspiele für Orgel (1893-1909) – Nr. 5: „Es kommt ein Schiff geladen“ WoO IV/14 (1905) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:11
  16. 16 Sechs Choralvorspiele für Orgel (1893-1909) – Nr. 6: „Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ WoO IV/16 (1908-1909) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:02
  17. 17 Präludium und Fuge in gis-Moll WoO IV/15 (1906) – Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:12
  18. 18 Präludium und Fuge in gis-Moll WoO IV/15 (1906) – Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:53

Beschreibung

Als Max Reger im Herbst 1902, ein halbes Jahr nach op. 65, eine weitere Sammlung für Orgel begann, hatten sich seine persönliche Situation und sein Stil gewandelt. Die bevorstehende Hochzeit mit Elsa und die Arbeit an den Choralvorspielen op. 67, die ihn wieder enger an Johann Sebastian Bach banden, hatten ihn, so Martin Schmeding im Begleitheft, insgesamt verändert. Anders als die vorangegangenen Sammlungen wurden die Zehn Stücke für Orgel Op. 69 von Organisten und Rezensenten sehr positiv aufgenommen; manche hielten sie für das Beste, was Reger bis dahin geschrieben hatte, andere erkannten in ihnen die Wandlung vom Tonsetzer zum Stimmungskünstler.

Die einen sahen die Höhepunkte in lyrischen, bisweilen schwermütigen Sätzen wie dem elegischen Moment musical (Nr. 4) und der tiefgründigen Romanze (Nr. 8), die anderen lobten die Sogwirkung der Steigerung im Basso ostinato (Nr. 3) oder die virtuos-leichte Faktur schneller Sätze wie des Capriccio (Nr. 5) und der Toccata mit Fuge in D-Dur (Nr. 6 und 7). Wie so oft wirkte Karl Straube an der Druckfassung mit: Der Verleger gab ihm die Stichvorlage zur Durchsicht, und Reger übernahm einige, aber nicht alle der gemeinsam besprochenen Änderungsvorschläge.

Die Sechs Choralvorspiele für Orgel umspannen die Jahre 1893 bis 1909. Seit er im Unterricht bei Hugo Riemann Bachs Choralvorspiele kennengelernt hatte, stand Reger, wie sein Biograph Fritz Stein schrieb, bis zu seinem Lebensende in ihrem Bann. „O Traurigkeit, o Herzeleid“ und „Komm, süßer Tod“ entstanden 1893/94 in Wiesbaden. Das erste, extrem polyphon, ohne Rücksicht auf Querstände und mit dem cantus firmus in der Oberstimme des Doppelpedals, war im Rahmen einer Veröffentlichung in der Allgemeinen Musikzeitung als bewusste Kampfansage an die Neudeutsche Schule gedacht, deren Prinzipien der Kreis um Riemann und Reger in Frage stellte. In „Komm, süßer Tod“ mit seinen melismatischen Oberstimmen wendet Reger Riemanns Vortragsangaben detailliert auf die eigene Musik an.

Die übrigen vier entstanden für Gelegenheitsveröffentlichungen: „Christ ist erstanden von dem Tod“ mit cantus firmus im Bass und „Es kommt ein Schiff geladen“ mit cantus firmus im Tenor erschienen 1901 und 1905 in der Monatsschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst, „O Haupt voll Blut und Wunden“ mit expressiv geführten Mittelstimmen 1905 in einem Sammelalbum, das schlichte „Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ im Stil von Bachs Orgelbüchlein 1909 im Präludienbuch zu den Chorälen der christlichen Kirche. Präludium und Fuge in gis-Moll WoO IV/15 von 1906 ist das letzte Orgelwerk der Münchner Jahre; erst 1913 folgte mit der Introduction, Passacaglia und Fuge in e-Moll Op. 127 für die Jahrhunderthalle Breslau ein weiteres. Dem dreiteiligen Präludium mit chromatischer Oberstimme und kleingliedrigen Manualwechseln steht eine linear strömende Fuge im Geist des stile antico gegenüber, fern jeder äußeren Virtuosität.

Die Sauer-Orgel der Chemnitzer Lutherkirche, 1908 als op. 1011 gebaut, hat drei Manuale und ein Pedal, das bis zum Untersatz 32’ reicht. Unter den zehn Registern, die Christian Scheffler (Sieversdorf) bei der Restaurierung 2006/07 nach historischen Vorbildern rekonstruierte, sind Farbstimmen wie Schalmey und Clarinette im zweiten sowie Soloflöte und Viola im dritten Manual. Die Aufnahmen entstanden am 14. und 15. September 2015, unmittelbar nach denen zum elften Band.

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