Cybele 860301 2004

5.1 Surround DSD Stereo Klassik Zeitgenössische Musik 1:03:36

Zur Beschreibung

Michael Denhoff: Credo

Mitwirkende

Verschiedene Interpreten

Komponist:in

Michael Denhoff

Kurzbeschreibung

Im Jahr 2000 bat der „Gesprächskreis zu Fragen von Musik und Kirche“ Michael Denhoff um ein Credo, an dem auch die Gemeinde mitwirken sollte. In den zwölf Sätzen von In unum Deum, Credo Op. 93 stößt der lateinische Text auf Gedichte von Rose Ausländer, Paul Celan, Eva Zeller, Hilde Domin und Kurt Marti. Die Aufnahme ist ein Mitschnitt der Uraufführung beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin mit Irene Kurka, Alban Lenzen, dem Orchester der Kölner Kammermusiker und dem Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen unter Steffen Schreyer. Dazu kommen das Credo Op. 93a für gemischten Chor und Aus tiefer Not – Anrufung für Orgel Op. 41.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
63:35

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround

Orgel
Weimbs-Orgel (1999; 3 Manuale, 36 Register), Pfarrkirche St. Michael, Aachen-Burtscheid (Op. 41)

Aufnahme
30. Mai 2003, St. Matthias, Berlin-Schöneberg (Op. 93, Uraufführung); 29. April 2004, Pfarrkirche St. Michael, Aachen-Burtscheid (Op. 93a, Op. 41)

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 52 Seiten, Digipak

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Eine Co-Produktion mit DeutschlandRadio Berlin

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 860301
Erscheinungsjahr
2004
Genre
Klassik
Epoche
Zeitgenössische Musik
Besetzung
Kammermusik, Orchestermusik, Vokal- und Chormusik
Label
Cybele Records
Barcode
809548008826
GTIN
4099885253980
Booklet (Seiten)
52

Tracklisting

21 Titel · 1:03:36

  1. 01 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – I. Credo 1 Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 4:32
  2. 02 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – II. In unum Deum Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 2:58
  3. 03 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – III. Patrem omnipotentem Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 0:55
  4. 04 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – IV. Credo 2 Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 3:01
  5. 05 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – V. Et in unum Dominum Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 2:26
  6. 06 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – VI. Et incarnatus est Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 1:03
  7. 07 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – VII. Tenebrae Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 2:47
  8. 08 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – VIII. Crucifixus Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 4:07
  9. 09 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – IX. Et resurrexit Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 2:32
  10. 10 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – X. Das leere Grab Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 2:06
  11. 11 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – XI. Et in Spiritum Sanctum Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 2:38
  12. 12 In unum Deum, Credo Op. 93 für Sopran, Bariton, Chor, Orgel und kleines Orchester – XII. Et exspecto Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Irene Kurka, Alban Lenzen, Orchester der Kölner Kammermusiker, Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Michael Hoppe, Steffen Schreyer 5:58
  13. 13 Aus tiefer Not – Anrufung für Orgel Op. 41 Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpret:in: Johannes Trümpler 12:49
  14. 14 Credo Op. 93a für gemischten Chor – I. Credo in unum Deum Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 1:27
  15. 15 Credo Op. 93a für gemischten Chor – II. Et in unum Dominum Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 1:49
  16. 16 Credo Op. 93a für gemischten Chor – III. Et incarnatus est Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 0:51
  17. 17 Credo Op. 93a für gemischten Chor – IV. Crucifixus Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 2:19
  18. 18 Credo Op. 93a für gemischten Chor – V. Et resurrexit Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 2:30
  19. 19 Credo Op. 93a für gemischten Chor – VI. Et in Spiritum Sanctum Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 1:31
  20. 20 Credo Op. 93a für gemischten Chor – VII. Et in unam sanctam catholicam Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 1:41
  21. 21 Credo Op. 93a für gemischten Chor – VIII. Et exspecto Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpreten: Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, Steffen Schreyer 3:36

Beschreibung

Im Jahr 2000 suchte der „Gesprächskreis zu Fragen von Musik und Kirche“, getragen von katholischen Akademien in Würzburg und Rottenburg-Stuttgart, einen Komponisten für ein Credo: nicht allzu groß besetzt, nicht übermäßig schwer, möglichst mit Beteiligung der Gemeinde. Die Wahl fiel auf den 1955 in Ahaus geborenen Michael Denhoff, der literarische Vorlagen in seinen Werken als Material und Kontrapunkt einsetzte. Wie Joachim Herten, Mitglied des Gesprächskreises, im Begleitheft schreibt, fühlte sich Denhoff zu einer persönlichen Stellungnahme herausgefordert: Was haben die fern gerückten Vorstellungen des Credo mit heutigen Lebenserfahrungen zu tun? Er konfrontiert die Glaubensformeln deshalb mit Dichtertexten, die sie kommentieren, neu beleuchten oder vertiefen.

Das rund 35 Minuten dauernde Werk beginnt mit einem „Anweg“ aus leiser Musik hoher Streicher und Bläser, zu dem Stimmen aus Publikum und Chor persönliche Glaubenssätze sprechen. Im zweiten Satz, in dem die zunächst im Raum verteilten Chorsänger ihre Plätze einnehmen, erklingen neben dem lateinischen Credo griechische und russische Fassungen, das jüdische „Shema Yisrael“ und das islamische „La ilaha illa-llah“; die Gemeinde kann hier und beim „Amen“ am Schluss mitsingen. Das Bekenntnis zur Kirche hat Denhoff, wie vor ihm etwa Franz Schubert, nicht vertont – auch weil er das auf zwölf Sätze angelegte Werk nicht auf dreizehn erweitern wollte.

Allen Sätzen liegt eine Formel aus sieben Tönen zugrunde, entsprechend den Silben von „Cre-do in u-num De-um“: sieben geschichtete Quinten, deren zwei Dreiergruppen um den tiefsten Ton fis kreisen und sich in der Mitte zu einer dritten verbinden. Die Chorpartien mit dem lateinischen Text sind weithin diatonisch-tonal, die Solopartien subjektiver und chromatisch reicher: Der Sopran singt im Credo 2 Verse von Rose Ausländer, der Bariton in Tenebrae und Das leere Grab Gedichte von Paul Celan und Kurt Marti, im Crucifixus kommen Eva Zeller und Hilde Domin hinzu. Im Finale Et exspecto sprechen drei Männerstimmen zu Celans Versen Texte von Sandor Marai, Fernando Pessoa und Wolfgang Amadeus Mozart.

Das Credo Op. 93a für gemischten Chor gehörte nicht zum Auftrag; es entstand während der Arbeit an Op. 93 aus denselben, nur wenig veränderten Chorsätzen, ohne Instrumente, Solisten und Gemeinde, syllabisch und textnah. Sein VII. Satz vertont gerade den in Op. 93 ausgesparten Text über die Kirche, weitgehend homophon, aber mit starken Reibungen. Aus tiefer Not – Anrufung für Orgel Op. 41 von 1984 löst die Luther-Melodie in ihre Merkmale auf – Mollterz, phrygische Sekunde, Umspielung der Quinte – und verwandelt die Klage in ein persönliches, verzweifelt anklagendes Rufen, „ein Rufen ohne Antwort“.

Op. 93 wurde am 30. Mai 2003 beim Ökumenischen Kirchentag in St. Matthias, Berlin-Schöneberg, uraufgeführt und dabei aufgenommen: mit Irene Kurka (Sopran), Alban Lenzen (Bariton), dem Chor der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen, dem Orchester der Kölner Kammermusiker und Michael Hoppe (Orgel) unter Steffen Schreyer. Op. 93a und Op. 41 folgten am 29. April 2004 in der Pfarrkirche St. Michael in Aachen-Burtscheid, wo Johannes Trümpler die Weimbs-Orgel von 1999 spielt.

Konzertkalender

08. Nov. 2026

16:00

Ein Requiem für Mozart(öffnet in neuem Tab)

Steffen Schreyer (Leitung), Essener Domchor, Capella Cathedralis, Ars Assindia Sinfonieorchester
Essener Dom, Essen(Karte, öffnet in neuem Tab)

Tickets(öffnet in neuem Tab)

05. Dez. 2026

16:00

Luziakonzert – Licht in dunkler Zeit(öffnet in neuem Tab)

Steffen Schreyer (Leitung), Mädchenchor, Essener Domchor, VoiceMix, Domorganist (Orgel)
Essener Dom, Essen(Karte, öffnet in neuem Tab)

05. Dez. 2026

19:00

Luziakonzert – Licht in dunkler Zeit(öffnet in neuem Tab)

Steffen Schreyer (Leitung), Mädchenchor, Essener Domchor, VoiceMix, Domorganist (Orgel)
Essener Dom, Essen(Karte, öffnet in neuem Tab)

06. Dez. 2026

16:00

Luziakonzert – Licht in dunkler Zeit(öffnet in neuem Tab)

Steffen Schreyer (Leitung), Mädchenchor, Essener Domchor, VoiceMix, Domorganist (Orgel)
Essener Dom, Essen(Karte, öffnet in neuem Tab)