Cybele 360601 2002

16bit 44.1kHz Stereo Neue Musik Zeitgenössische Musik 52:43

Zur Beschreibung

Neue Kammermusik: Werke von Jens Joneleit

Mitwirkende

Ensemble gelberklangEnsemble

Komponist:in

Jens Joneleit

Kurzbeschreibung

Jens Joneleit: fünf Kammermusikwerke von 1998 bis 2001. Joneleits Musik verbindet Bruckners Klangmonolithe und Feldmans Stille mit Nonos Aufbegehren. Wortloser Gesang, porzellanzarte Ricochets, dunkler Jazz, eruptive Klangflächen und intime Soli werden vom Ensemble gelberklang als Bilder einer eigenständigen, undogmatischen Tonsprache entfaltet. Ensemble gelberklang verbindet stilistische Genauigkeit mit lebendiger Klanggestaltung. Die Produktion macht Besetzung, Artikulation, dynamische Spannweite und räumliche Wirkung differenziert erfahrbar und fügt die Werke zu einem geschlossenen Albumprofil.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 Bit

Gesamtspielzeit
76:47

Kanäle
Stereo

Besetzung
Kammerensemble, Streichquartett, Klaviertrio, Violoncello

Mitwirkende
Ensemble gelberklang

Programm
Jens Joneleit: fünf Kammermusikwerke von 1998 bis 2001

Angaben

Katalognummer
Cybele 360601
Erscheinungsjahr
2002
Genre
Neue Musik
Epoche
Zeitgenössische Musik
Besetzung
Kammerensemble, Klaviertrio, Streichquartett, Violoncello
Label
Cybele Records
Barcode
809548007225
GTIN
4068992494524
Booklet (Seiten)
20

Tracklisting

10 Titel · 52:43

  1. 01 Il canto l´interno, … nell´intimo (1998) Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 7:26
  2. 02 Streichquartett Nr. 6 (1999) – 1. Satz Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 2:26
  3. 03 Streichquartett Nr. 6 (1999) – 2. Satz Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 2:52
  4. 04 Streichquartett Nr. 6 (1999) – 3. Satz Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 6:55
  5. 05 Streichquartett Nr. 6 (1999) – 4. Satz Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 3:34
  6. 06 … in Sicht – Klaviertrio Nr. 3 (1999) – Rätselhaft Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 5:40
  7. 07 … in Sicht – Klaviertrio Nr. 3 (1999) – Aggressiv, mit Kraft und Vehemenz Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 4:56
  8. 08 … in Sicht – Klaviertrio Nr. 3 (1999) – Ohne wahrnehmbaren Puls. Verstockung Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 6:32
  9. 09 Abbild (1999) Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 9:52
  10. 10 Io sol uno 2°) – migrazione infinita con suoni gialli (2001) Komponist:in: Jens Joneleit (1968-) Interpreten: Ensemble gelberklang, Jens Joneleit 2:30

Beschreibung

Jens Joneleit: fünf Kammermusikwerke von 1998 bis 2001. Joneleits Musik verbindet Bruckners Klangmonolithe und Feldmans Stille mit Nonos Aufbegehren. Wortloser Gesang, porzellanzarte Ricochets, dunkler Jazz, eruptive Klangflächen und intime Soli werden vom Ensemble gelberklang als Bilder einer eigenständigen, undogmatischen Tonsprache entfaltet.

Das ausführliche Booklet ordnet die Werke in ihre biografischen, historischen und ästhetischen Zusammenhänge ein. Es zeigt, aus welchen Traditionen die Musik hervorgeht und wie sie vorhandene Formen, Gattungen oder Spielweisen weiterdenkt. Die Programmfolge macht diese Beziehungen hörbar, ohne die Eigenart der einzelnen Stücke einzuebnen.

Ensemble gelberklang gestaltet das Repertoire mit klarer Stimmführung, präziser Artikulation und einem ausgeprägten Sinn für Klangfarbe. Leise, fragile Passagen behalten ihre Spannung; rhythmisch zugespitzte oder dicht gesetzte Abschnitte bleiben transparent. Die Interpretation verbindet analytische Sorgfalt mit einem natürlichen musikalischen Atem.

Die Besetzung – Kammerensemble, Streichquartett, Klaviertrio, Violoncello – gehört zur kompositorischen Aussage. Register, Resonanzen, Atem, Bogen- oder Anschlagstechnik und gegebenenfalls elektronische Schichten formen den Verlauf mit. Die Aufnahme bewahrt diese Unterschiede und lässt die Wechselwirkung von Einzelstimme, Ensemble und Raum unmittelbar nachvollziehen.

Das Album ist dramaturgisch als zusammenhängende Hörfolge gebaut. Kontraste zwischen Werkphasen, Satztypen und instrumentalen Farben schärfen das Profil; wiederkehrende Gesten, verwandte Formideen und klangliche Übergänge schaffen Verbindung. So entsteht ein vielschichtiges Porträt statt einer bloßen Aneinanderreihung von Stücken.

Auch jenseits musikhistorischer Vorkenntnisse eröffnet Neue Kammermusik: Werke von Jens Joneleit einen direkten Zugang. Prägnante Motive, charakteristische Rhythmen, sprechende Linien und sorgfältig gesetzte Pausen führen durch die Musik. Wer genauer hört, entdeckt zugleich ein dichtes Netz aus Bezügen, Transformationen und interpretatorischen Entscheidungen.

Booklet, künstlerische Konzeption und Aufnahmetechnik ergänzen sich zu einer typischen Cybele-Produktion: Repertoire jenseits des Gewohnten wird fachlich fundiert, klanglich hochwertig und ohne werbliche Überzeichnung präsentiert. Dadurch bleibt die Darstellung informativ und profilbildend, während die Musik selbst im Mittelpunkt steht.