Ludger Brümmer

Komponist

1958 in Werne geboren; Ludger Brümmer ist Komponist, Videokünstler und Akustiker. Nach Studien in Dortmund und einem Kompositionsstudium bei Nicolaus A. Huber und Dirk Reith an der Folkwang Hochschule arbeitete er an der Schnittstelle von Instrumentalmusik, Elektroakustik und digitaler Klangkunst. Er ist Professor für Komposition mit digitalen Medien an der Musikhochschule Trossingen und arbeitet mit Raumklang, Klangsynthese und algorithmischer Komposition. 1983 schloss er ein Studium der Psychologie und Soziologie ab; das Kompositionsstudium in Essen dauerte von 1983 bis 1989, anschließend unterrichtete er dort acht Jahre Komposition und Analyse. Am CCRMA der Stanford University war er von 1991 bis 1993 Visiting Scholar, ab 2000 Research Fellow an der Kingston University London und Lehrbeauftragter am Sonic Arts Research Centre der Queen’s University Belfast. Von April 2003 an leitete er am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe das Institut für Musik und Akustik und später das Hertz-Labor; er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Zu seinen Auszeichnungen zählen die Goldene Nica des Prix Ars Electronica (1994), der Pierre d’Or von Bourges (1997 und 2001) und der Busoni-Preis der Akademie der Künste Berlin. Für die Choreografin Susanne Linke schrieb er „Ruhrort“, für das Nederlands Dans Theater mit der Videokünstlerin Silke Braemer „Lizard Point“; an der Oper „Amazonas“ arbeitete er mit Peter Weibel und Bernd Lintermann. Vier Alben verbinden ihn mit Cybele. Drei gehören zur Reihe ex machina, die das Label der elektroakustischen Komposition gewidmet hat: le son qui s’arrête le son éclaté und tangent (beide 1996) sowie Die achtziger Jahre (2001). Sein Lehrer Dirk Reith ist auf allen dreien ebenfalls vertreten. Hinzu kommt eine Beteiligung an der Hörbuchproduktion Weht ein Stadtspaziergang durch den Traum (2014).