Cybele 761301 2013

DSD Stereo Surround Klassik Klassische Moderne 1:06:55

Zur Beschreibung

Schönberg. Monn. Cellokonzerte

Mitwirkende

Hans-Christian SchwarzVioloncelloThomas GüntherKlavierPhilharmonisches Orchester der Hansestadt LübeckOrchesterRoman Brogli-SacherDirigent

Komponisten

Arnold Schönberg · Matthias Georg Monn

Kurzbeschreibung

Zweimal hat sich Arnold Schönberg mit Solokonzerten des Wiener Barockkomponisten Matthias Georg Monn beschäftigt. Für das Concerto per Violoncello o Cembalo in g-Moll setzte er 1912 den Generalbass aus und schrieb 1913 für Pablo Casals ausgedehnte Kadenzen; 1932/33 formte er aus Monns Cembalokonzert in D-Dur sein eigenes Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur, ebenfalls Casals gewidmet. Hans-Christian Schwarz, Erster Solocellist des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, spielt beide Konzerte mit seinem Orchester unter Roman Brogli-Sacher, Thomas Günther den Cembalopart. Dazu erklingt Schönbergs Kammersymphonie Nr. 1 in E-Dur Op. 9 für 15 Soloinstrumente.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
66:57

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround

Instrument
Neupert-Cembalo

Aufnahme
29./30. Oktober 2007 (Track 1) und 28. Juni 2009 (Tracks 2–7, Live-Mitschnitt), Großer Saal der Musik- und Kongreßhalle, Lübeck

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 52 Seiten, Digipak

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Eine Co-Produktion mit Deutschlandradio Kultur

Pressestimmen

Opus Haute Définition, 8/2013

nmz – neue musikzeitung, 9/2013

Audiophile Audition, 10/2013

Classical CD Review, 10/2013

klassik.com, 12/2013

Fanfare, 1/2014

American Record Guide, 1/2014

Muzyka21, 11/2014

Angaben

Katalognummer
Cybele 761301
Erscheinungsjahr
2013
Genre
Klassik
Epoche
Klassische Moderne
Besetzung
Orchestermusik
Label
Cybele Records
Barcode
809548012823
GTIN
4099885254000
Booklet (Seiten)
52

Tracklisting

7 Titel · 1:06:55

  1. 01 Kammersymphonie Nr. 1 in E-Dur Op. 9 für 15 Soloinstrumente (1906) Komponist:in: Arnold Schönberg (1874-1951) Interpreten: Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-Sacher 20:58
  2. 02 Concerto per Violoncello o Cembalo in g-Moll (1746) – Allegro Komponist:in: Matthias Georg Monn (1717-1750) Interpreten: Hans-Christian Schwarz, Thomas Günther, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-Sacher 10:59
  3. 03 Concerto per Violoncello o Cembalo in g-Moll (1746) – Adagio Komponist:in: Matthias Georg Monn (1717-1750) Interpreten: Hans-Christian Schwarz, Thomas Günther, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-Sacher 6:24
  4. 04 Concerto per Violoncello o Cembalo in g-Moll (1746) – Allegro non tanto Komponist:in: Matthias Georg Monn (1717-1750) Interpreten: Hans-Christian Schwarz, Thomas Günther, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-Sacher 9:16
  5. 05 Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur (1932/33) – Allegro moderato Komponist:in: Arnold Schönberg (1874-1951) Interpreten: Hans-Christian Schwarz, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-Sacher 7:09
  6. 06 Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur (1932/33) – Andante, alla marcia Komponist:in: Arnold Schönberg (1874-1951) Interpreten: Hans-Christian Schwarz, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-Sacher 5:52
  7. 07 Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur (1932/33) – Tempo di Minuetto Komponist:in: Arnold Schönberg (1874-1951) Interpreten: Hans-Christian Schwarz, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Roman Brogli-Sacher 6:17

Beschreibung

Die Kammersymphonie Nr. 1 in E-Dur Op. 9 für 15 Soloinstrumente entstand 1906, in dem Jahr, in dem Gustav Mahler seine 8. Sinfonie vollendete und Richard Strauss mit „Salome“ als Opernkomponist reüssierte. Den üppigen Orchesterklang der Wagner-Nachfolge wollte Schönberg nicht übersteigern, sondern überwinden: Die Reduktion auf 15 Soloinstrumente macht den kontrapunktischen Satz durchhörbar. Die einsätzige Form spiegelt Exposition, Durchführung und Reprise, doch Themen und Motive reagieren so vielschichtig aufeinander, dass sich das Werk erst bei mehrmaligem Hören erschließt. Die Uraufführung am 8. Februar 1907 in Wien geriet zum Skandal; Schönberg dagegen glaubte, nun seinen persönlichen Stil gefunden zu haben.

Zu Matthias Georg Monn (1717–1750), Organist in Klosterneuburg, Melk und an der Wiener Karlskirche, kam Schönberg über Guido Adler, den Gründervater der Wiener Musikwissenschaft. Für dessen Denkmäler der Tonkunst in Österreich sollte er Generalbass-Bearbeitungen von Werken Monns anfertigen, verstand die Aussetzung aber als schöpferische Arbeit, die den stilistischen Bruch offen zeigt – zum Ärger mancher Puristen. Für das Concerto per Violoncello o Cembalo in g-Moll schrieb er 1913 für Pablo Casals umfangreiche Kadenzen, die vom Material der Hauptthemen ausgehen und in einen anderen musikalischen Kosmos führen. Casals spielte Monns Konzert am 19. November 1913 in Wien mit den Wiener Philharmonikern unter Franz Schalk; in Schönbergs Fassung erscheint es hier erstmals auf Tonträger.

Hans-Christian Schwarz beschreibt im Begleitheft die Tücken der Kadenzen: Ihre Doppelgriffketten schreiten nicht in überschaubaren Schritten fort, unvermittelt stehen Oktaven in hoher neben Sexten in tiefer Lage. Den Cembalopart nennt Thomas Günther „unhistorisch“, überfrachtet und sperrig, aber auch witzig; folgerichtig spielt er ein Neupert-Cembalo, das der Tradition des 20. Jahrhunderts näher steht als der barocken.

Rund zwei Jahrzehnte später, im Winter 1931/32, als Schönberg sein Asthma in Barcelona kurierte, bat ihn Casals um ein Stück für Violoncello; zurück in Berlin, wählte Schönberg Monns Cembalokonzert in D-Dur als Grundlage. Das Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur gehört zu den letzten Werken, die er vor der Emigration 1933 in Berlin vollendete. Wie Mozart bei Händels „Messias“ habe er „ganze Hände voll Sequenzen“ entfernt und das Ganze dem Stil Haydns genähert, schrieb er an Casals. Tatsächlich weicht die Ritornellform dem Ineinander von Variation und thematischer Arbeit, und der Solopart ist voller chromatischer Läufe, Doppelgriffe, Arpeggien und Flageoletts. Casals studierte das Werk intensiv, spielte es aber nie öffentlich; die Uraufführung spielte Emanuel Feuermann am 7. November 1935 in London unter Sir Thomas Beecham.

Schwarz ist seit 1994 Erster Solocellist des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck und musiziert hier mit „seinem“ Orchester unter Roman Brogli-Sacher, von 2001 bis 2013 Generalmusikdirektor in Lübeck. Die beiden Konzerte wurden am 28. Juni 2009 in einem Sinfoniekonzert im Großen Saal der Musik- und Kongreßhalle live aufgenommen, die Kammersymphonie im Oktober 2007 am selben Ort. Im Begleitheft erzählt Richard Erkens die Geschichte der beiden Konzerte, illustriert mit Skizzen, Autographen und Briefen Schönbergs. Das Album ist eine Co-Produktion mit Deutschlandradio Kultur.

Konzertkalender

12. Okt. 2026

19:30

1. Klangbilderkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Viktor Aksentijevic (Bariton), Andreas Lipp (Klarinette), Youngho Park (Klavier), Khristian Artamonov (Geige), Joo-Hyun Kang (Geige), Hans-Christian Schwarz (Violoncello), Thomas Adès (Komposition)
Haus Eden, Königstraße 25, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

16. Nov. 2026

19:30

2. Kammerkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Evelyne Saad (Geige), Lucy Finckh (Geige), Christian Jonkisch (Bratsche), Sigrid Strehler (Violoncello), György Kurtag (Komposition)
Hoghehus, Koberg 2, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

03. Dez. 2026

19:30

3. Kammerkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Isabel Jiménez Montes (Geige), Saeko Takayama (Geige), Joo-Hyun Kang (Bratsche), Hans-Christian Schwarz (Violoncello), Fabian Schultheis (Violoncello)
Hoghehus, Koberg 2, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

25. Dez. 2026

18:00

Weihnachtskonzert(öffnet in neuem Tab)

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Takahiro Nagasaki (Leitung), Janina Mae Dettenborn (Sopran), Jorge Luis Martinez Zazueta (Tenor)
Theater Lübeck, Großes Haus, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

01. Jan. 2027

18:00

Neujahrskonzert(öffnet in neuem Tab)

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Stefan Vladar (Leitung), Andrea Stadel (Sopran), Frederike Schulten (Mezzosopran), Noah Schaul (Tenor), Steffen Kubach (Bass)
Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

28. Jan. 2027

19:30

4. Kammerkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Andreas Lipp (Klarinette), Magda Amara (Klavier)
Haus Eden, Königstraße 25, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

23. Feb. 2027

19:30

2. Klangbilderkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Youngho Park (Leitung), Janina Mae Dettenborn (Sopran), Milica Zivanic (Flöte), Klaus Reichwein (Klarinette), Joo-Hyun Kang (Geige), Semin Jeon (Violoncello)
Haus Eden, Königstraße 25, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

01. März 2027

19:30

Rising Stars(öffnet in neuem Tab)

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Takahiro Nagasaki (Leitung), Léon Haffner (Geige), Antoni Wrona (Violoncello)
Theater Lübeck, Großes Haus, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

15. März 2027

19:30

5. Kammerkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Evelyne Saad (Geige), Vera Dörmann (Bratsche), Fabian Schultheis (Violoncello), Stefan Veskovic (Klavier)
Gemeinnützige Lübeck, Königstraße 5, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

08. Apr. 2027

19:30

6. Kammerkonzert: Eine venezianische Nacht(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Joachim Pfeiffer (Trompete), Matthias Krebber (Trompete), Lukas Paulenz (Trompete), Saskia Schmidt-Enders (Klavier)
Haus Eden, Königstraße 25, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

24. Apr. 2027

19:30

7. Kammerkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Sixteen Strings Quartet, Daniela Dakaj (Geige), Kayako Bruckmann (Geige), Elisabeth Fricker (Bratsche), Noelia Balaguer Sanchis (Violoncello)
Schuppen 6, An der Untertrave 47a, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

10. Mai 2027

19:30

8. Kammerkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Andreas Lipp (Klarinette), Joo-Hyun Kang (Geige), Saeko Takayama (Geige), Christian Jonkisch (Bratsche), Janusz Heinze (Violoncello)
Rathaus Lübeck, Audienzsaal, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

25. Mai 2027

19:30

3. Klangbilderkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Aditi Smeets (Sopran), Carlos Johnson (Geige), Youngho Park (Klavier), Nina-Mercedés Rühl (Sprecherin)
Villa Brahms, Jerusalemsberg 4, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)

14. Juni 2027

19:30

9. Kammerkonzert(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, Eyglo Dora Davidsdottir (Geige), Vivian Krause (Geige), Caroline Spengler (Bratsche), Fabian Schultheis (Violoncello)
Behnhaus, Königstraße 9, Lübeck(Karte, öffnet in neuem Tab)