* 13. September 1874 in Wien, gestorben am 13. Juli 1951 in Los Angeles; österreichischer Komponist, Musiktheoretiker, Lehrer und Maler; als Komponist weitgehend Autodidakt, abgesehen von Studien bei seinem Jugendfreund David Josef Bach und bei seinem späteren Schwager Alexander Zemlinsky. Er begann mit spätromantischen Werken und löste sich ab 1906 schrittweise vom grundtonbezogenen System; seit etwa 1904 unterrichtete er vorwiegend privat, woraus der Begriff Wiener Schule hervorging. 1921 entwickelte er die Methode zur Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen. 1923 starb seine erste Frau Mathilde; im Jahr darauf heiratete er Gertrud Kolisch, mit der er die Kinder Nuria, Ronald und Lawrence hatte. 1925 wurde er an die Preußische Akademie der Künste nach Berlin berufen; 1933 emigrierte er über Paris in die USA, wo er von 1936 bis 1944 eine Professur innehatte. Seine Musikauffassung legte er in theoretischen Schriften wie der „Harmonielehre“ (1911) und „Grundlagen der musikalischen Komposition“ (1942) dar. Er war auch als Maler tätig und schuf Aquarelle, Zeichnungen und Ölbilder. Im Cybele-Katalog ist seine Musik auf drei Alben vertreten. Das Album Schönberg. Monn. Cellokonzerte (2013) vereint die Kammersymphonie Nr. 1 in E-Dur op. 9 mit dem Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur (1932/33) nach Matthias Georg Monn; es spielen Hans-Christian Schwarz (Violoncello), Thomas Günther (Cembalo) und das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter Roman Brogli-Sacher. Das Hörbuch Arnold Schönberg: Die Prinzessin (2008) verbindet historische Aufnahmen seiner Stimme mit Erinnerungen seiner Kinder Nuria Schoenberg Nono, Ronald Schoenberg und Lawrence Schoenberg. Im Hörbuch Urs Faes: Als hätte die Stille Türen (2006) steht seine Kammermusik neben Werken von Alban Berg und Alexander von Zemlinsky, gespielt vom DoelenKwartet.
Arnold Schönberg
Komponist


