1885 in Wien geboren, 1935 ebenda gestorben; Alban Berg war Komponist und Mitglied der Zweiten Wiener Schule. Von 1904 bis 1911 studierte er bei Arnold Schönberg, anfangs wegen seiner finanziellen Lage unentgeltlich; in seinen Werken arbeitete er mit freier Atonalität und Zwölftontechnik. Zu seinen Werken gehören das Streichquartett op. 3 (1910), die Klaviersonate op. 1, die Altenberg-Lieder op. 4, die Oper „Wozzeck“ (vollendet 1921, uraufgeführt 1925), die „Lyrische Suite“ (1925), das Violinkonzert (1935) und die bei seinem Tod unvollendete Oper „Lulu“. Ab August 1915 leistete Berg Militärdienst und wurde später in das Kriegsministerium versetzt. Die Uraufführung des „Wozzeck“ dirigierte Erich Kleiber am 14. Dezember 1925 an der Staatsoper Berlin, die „Lyrische Suite“ erklang erstmals am 8. Januar 1927. Das Kammerkonzert für Klavier, Geige und 13 Bläser (1925) schrieb Berg zum 50. Geburtstag Arnold Schönbergs; dessen Mittelsatz richtete er als „Adagio für Violine, Klarinette und Klavier“ ein. 1934 zog er fünf Symphonische Stücke als Lulu-Suite aus der Oper; Erich Kleiber brachte sie am 30. November 1934 mit der Staatskapelle Berlin zur Uraufführung, die Partitur widmete Berg Schönberg zum 60. Geburtstag. Das Violinkonzert entstand für Manon Gropius, die Tochter Alma Mahlers; Louis Krasner spielte es am 19. April 1936 in Barcelona unter Hermann Scherchen zum ersten Mal. Berg starb am 24. Dezember 1935 in Wien an einer Blutvergiftung. Drei Alben verbinden ihn mit Cybele: Das Trio Contrasts stellte ihn 2002 auf Neue Kammermusik: Klarinettentrios des 20. Jahrhunderts neben Einem, Scholz und Krenek, die Essener Philharmoniker spielten unter Stefan Soltész 2010 für Appassionatamente plus Lulu-Suite die von Berg aus der Oper gezogene Suite ein, und das Hörbuch Als hätte die Stille Türen (2006) nach dem Roman von Urs Faes verknüpft Bergs Prager Begegnung mit Hanna Fuchs-Robettin und die „Lyrische Suite“ mit dem Spiel des DoelenKwartets.
Alban Berg
Komponist


