Hans Mittendorf-Labiche

Komponist

Am 19. Dezember 1952 in Seesen geboren; Hans Mittendorf-Labiche ist Komponist und Klangkünstler. Er studierte von 1976 bis 1979 an der Universität Göttingen und legte das erste Staatsexamen ab; Harmonielehre und Kontrapunkt lernte er bei Hermann Fuchs, dem Musikdirektor der Universität. Von 1988 bis 1990 führte ihn ein Stipendium des Royal College of Music in London zu Lawrence Casserley, ein Stipendium der Académie de Paris galt der Komposition. Am UPIC-Computer im Studio von Iannis Xenakis entstanden vier elektronische Kompositionen, die in Darmstadt, Tokio, Hongkong, Berlin und Paris aufgeführt wurden; 1991 und 1992 nahm er an Kursen für algorithmische und computererzeugte Komposition am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und an der Technischen Universität Berlin teil. Ab 1996 arbeitete er als freischaffender Künstler in Caen, 1999 erschien die CD „Transformation“. Seinen Aufsatz „Performance Topology: A science of multi-dimensional composition“ veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik in ihren Mitteilungen 23. Vier Alben verbinden ihn mit Cybele. Drei davon sind Folgen der DEGEM-Reihe, in der das Label die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik dokumentiert: Imaginäre Landschaften (2000), kontinuum … bruchlos (2003) und 90 Sekunden Wirklichkeit (2005). Hinzu kommt eine Beteiligung an der Hörbuchproduktion Weht ein Stadtspaziergang durch den Traum (2014).