Friedhelm H. Hartmann

Komponist

1963 in Reichenbach in Niederschlesien geboren, am 1. Februar 2023 in Israel gestorben; Friedhelm Hans Hartmann, auch unter dem Namen Freed bekannt, war deutscher Komponist. Von 1980 bis 1985 studierte er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden Komposition bei Manfred Weiss und Udo Zimmermann sowie Klavier. 1986/87 war er freier künstlerischer Mitarbeiter am Studio für elektronische Klangerzeugung Dresden und hörte als Gaststudent Informatikvorlesungen an der Technischen Universität Dresden. 1987/88 war er Meisterschüler bei Georg Katzer an der Akademie der Künste der DDR, ab 1989 vertiefte er am ICEM in Essen bei Dirk Reith die Musikelektronik und entwickelte seine rechnergestützte Kompositionssprache Celsyus. Von 1993 bis 1995 untersuchte er als DAAD-Stipendiat unter Yizhak Sadai an der Universität Tel Aviv die Semiotik elektronischer Musik. Elektronische Musik, Live-Elektronik, Instrumentalwerke und Musiktheater bilden die Schwerpunkte seines Werks. Der vierteilige Zyklus „Electric Symphony“ (1999/2000) gewinnt sein Klangmaterial allein aus dem Schlagen und dem Ticken einer mechanischen Wanduhr. Er gehörte der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik an und lebte zuletzt südlich von Tel Aviv. Vier Alben verbinden ihn mit Cybele, und sie verteilen sich gleichmäßig auf die beiden Reihen, mit denen das Label die elektroakustische Musik dokumentiert: ex machina mit tangent (1996) und Die neunziger Jahre (2001) sowie die DEGEM-Folgen LeiseLaute (1997) und kontinuum … bruchlos (2003). Sein Berliner Lehrer Georg Katzer ist im selben Katalog vertreten.