Cybele AB002 2005

5.0 Surround DSD Stereo Hörbuch Klassik Romantische Musik 1:21:17

Zur Beschreibung

Vera Forester: Ich möchte lachen vor Todesschmerz – Robert Schumanns letzter Weg

Mitwirkende

Lutz LansemannSchauspieler / SprecherMichael RotschopfSchauspieler / SprecherThomas GüntherKlavier

Komponist:in

Robert Schumann

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Kurzbeschreibung

Am Rosenmontag, dem 27. Februar 1854, verlässt Robert Schumann seine Wohnung in der Düsseldorfer Bilker Straße und stürzt sich von der alten Rheinbrücke in den Fluss. Vera Forester folgt in ihrem Hörbuch diesem letzten Weg und blendet zurück auf die Düsseldorfer Jahre seit Herbst 1850: den erfolgreichen Beginn als Städtischer Musikdirektor, den Verfall seines Ansehens im Amt, die Begegnung mit Johannes Brahms. Es sprechen Lutz Lansemann und Michael Rotschopf; Thomas Günther spielt Klaviermusik Schumanns auf einem J. B. Streicher-Flügel von 1848.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
81:19

Kanäle
Stereo, 5.0 Surround

Sprecher
Lutz Lansemann, Michael Rotschopf

Instrument
Historischer Flügel von Johann Baptist Streicher, Wien 1848

Aufnahme
8./9. Oktober 2005, Cybele Studios (Sprache); 5./6. September 2005, Kreuzkirche Duisburg (Musik)

Begleitheft
Deutsch, 16 Seiten, Digipak

ISBN
978-3-937794-02-0

Wortregie: Vera Forester
Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Auszeichnungen

hr2 — CD-Tipp, Juli 2006

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele AB002
Erscheinungsjahr
2005
Genre
Hörbuch, Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Ensemble, Hörbuch
Label
Cybele Records
Barcode
809548010621
GTIN
4099885254086
Booklet (Seiten)
16

Tracklisting

15 Titel · 1:21:17

  1. 01 Ich möchte lachen vor Todesschmerz Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 6:26
  2. 02 Robert Schumann war vor dreieinhalb Jahren… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 3:42
  3. 03 Robert Schumann flüchtet aus seiner Wohnung… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 4:33
  4. 04 Herbst und Winter 1850. Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 5:01
  5. 05 Die Benrather Strasse liegt hinter ihm… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 5:23
  6. 06 Der Anfangserfolg in Düsseldorf gab Schumann Auftrieb… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 4:23
  7. 07 Schumann ist an der Maxkirche vorbeigehetzt… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 3:39
  8. 08 Sommer 1851. Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 2:58
  9. 09 Von der Schulstrasse aus… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 2:58
  10. 10 1852.Um Schumanns Ruf als Musikdirektor stand es miserabel. Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 3:46
  11. 11 Schon fast außer Atem läuft Robert Schumann… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 6:06
  12. 12 Als die Krise in Düsseldorf zur Existenzbedrohung hochkochte… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 13:36
  13. 13 Noch ein kurzes Stück bis zur alten Rheinbrücke… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 3:34
  14. 14 Am 2. November 1852 reiste Johannes Brahms… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 9:53
  15. 15 Schumann wurde fünf Tage später… Komponist:in: Robert Schumann (1810-1856) Interpreten: Lutz Lansemann, Michael Rotschopf, Thomas Günther 5:19

Beschreibung

Am 27. Februar 1854, einem Rosenmontag, eilt Robert Schumann durch das Karnevalstreiben der Düsseldorfer Innenstadt zur alten Rheinbrücke, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Dieser Weg bildet den Rahmen des Hörbuchs „Ich möchte lachen vor Todesschmerz“ von Vera Forester. Seine Stationen gliedern die Erzählung: der Aufbruch aus der Wohnung in der Bilker Straße, die Benrather Straße, die Maxkirche, die Schulstraße und schließlich die Brücke selbst.

Zwischen diese Stationen treten Rückblenden auf die dreieinhalb Jahre, die Schumann zu diesem Zeitpunkt in Düsseldorf verbracht hatte. Sie beginnen im Herbst 1850 mit dem Amtsantritt als Städtischer Musikdirektor und dem Anfangserfolg, der ihm Auftrieb gab. Sie reichen bis zu dem Punkt, an dem sein Ruf als Musikdirektor schwer beschädigt war und die Krise im Amt seine Existenz bedrohte. Auch die Begegnung mit dem jungen Johannes Brahms, der im Herbst 1853 nach Düsseldorf kam, hat hier ihren Platz.

Forester zeichnet das Porträt eines Künstlers, der an eigenen inneren Widersprüchen ebenso zerbricht wie an einer verständnislosen Umgebung. Selbst dieser letzte Versuch scheitert: Schumann wird aus dem Rhein gerettet und fünf Tage später in die Heilanstalt in Endenich bei Bonn gebracht, wo er am 29. Juli 1856 stirbt.

Es sprechen Lutz Lansemann und Michael Rotschopf, am Flügel sitzt Thomas Günther. Das Hörbuch erschien 2005 in der Hörbuchreihe Wort&Musik; hr2 wählte es im Juli 2006 zum CD-Tipp.

Thomas Günther spielt die Musik auf einem historischen Flügel von Johann Baptist Streicher aus dem Jahr 1848, einem Wiener Instrument aus Schumanns Lebenszeit: Sätze aus der Kreisleriana op. 16, den Fantasiestücken op. 12, dem Carnaval op. 9 mit Reconnaissance, Eusebius, Florestan und Chiarina, den Kinderszenen op. 15 mit „Fast zu ernst“ und „Der Dichter spricht“, den Waldszenen op. 82 mit dem „Vogel als Prophet“, die Romanze op. 28 Nr. 2 und schließlich die unvollendeten Variationen über ein eigenes Thema WoO 24, Schumanns letztes Klavierwerk.

Das Begleitheft wendet sich auch gegen ein verbreitetes Urteil: Großes gewollt, aber an der Erschöpfung der eigenen Kräfte gescheitert zu sein — dieses Vorurteil begleitet Schumanns Spätwerk bis heute. Bestärkt wurde es von Clara Schumann selbst, die manche Partitur gar nicht erst zum Druck gelangen ließ, um aus ihrer Sicht das Andenken ihres Mannes zu schützen. So konnte das 1853 für Joseph Joachim geschriebene Violinkonzert in d-Moll, eines der Hauptwerke des späten Schumann, erst in den 1930er Jahren uraufgeführt werden — ein Werk, das mit seiner weit auf Bruckner vorausdeutenden Themenbildung und der Heiterkeit des Finales kaum etwas vom Verfall seines Komponisten ahnen lässt.

Konzertkalender

10. Dez. 2026

19:00

A Christmas Carol(öffnet in neuem Tab)

Ulrich Noethen (Sprecher), Devid Striesow (Sprecher), Michael Rotschopf (Sprecher), Petra Schmidt-Schaller (Sprecherin), Iris Geißler (Musikalische Leitung), Wolfgang Hentrich (Musikalische Leitung), Philharmonischer Chor Dresden, Mitglieder der Dresdner Philharmonie
Kulturpalast, Konzertsaal, Dresden(Karte, öffnet in neuem Tab)

11. Dez. 2026

19:00

A Christmas Carol(öffnet in neuem Tab)

Ulrich Noethen (Sprecher), Devid Striesow (Sprecher), Michael Rotschopf (Sprecher), Petra Schmidt-Schaller (Sprecherin), Iris Geißler (Musikalische Leitung), Wolfgang Hentrich (Musikalische Leitung), Philharmonischer Chor Dresden, Mitglieder der Dresdner Philharmonie
Kulturpalast, Konzertsaal, Dresden(Karte, öffnet in neuem Tab)