Karin Dolman

Bratsche

* in Dordrecht; ist Bratschistin; studierte am Rotterdams Conservatorium, wo sie 1991 ihr Violindiplom bei Vaclav Novak ablegte, und wechselte anschließend zur Bratsche; spezialisiert auf zeitgenössische Musik für Viola; Mitglied des DoelenKwartets sowie mehrerer Kammermusikformationen, darunter das seit 1992 bestehende Duo mit der Pianistin Caecilia Boschman, das Pelgrim Trio und das Ophelia Trio; langjährige Mitwirkung in der Orkest-Vereeniging Dordrecht; Dozentin für Viola am Codarts Conservatorium Rotterdam. Die erste CD des DoelenKwartets erschien im Oktober 2000 mit russischen Streichquartetten von Schostakowitsch, Gubaidulina und Silvestrov. Das DoelenKwartet entstand Mitte der neunziger Jahre aus Mitgliedern des in Rotterdam ansässigen DoelenEnsembles; neben Karin Dolman spielten dort Frank de Groot (1. Violine), Laurens van Vliet beziehungsweise Maartje Kraan (2. Violine) und Hans Woudenberg (Violoncello); der Schwerpunkt des Ensembles liegt auf der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Dem Quartett gehörte sie annähernd dreißig Jahre an. Viola unterrichtet sie seit 2011 am Codarts in Rotterdam. 2012 gründete sie mit weiteren Bratschisten die Dutch Viola Society, die alle zwei Jahre einen nationalen Viola-Kongress ausrichtet und 2018 den International Viola Congress in Rotterdam veranstaltete; Karin Dolman ist Vizepräsidentin der International Viola Society. Sechs Alben verbinden sie als Bratschistin des DoelenKwartets mit Cybele. Sie reichen vom Portrait Peter-Jan Wagemans (2001) über Wolfgang Rihms Streichquartette Nr. 1, 4, 8 und 5 (2006) bis zu den Wort-und-Musik-Produktionen des Labels: den Hörbüchern nach Urs Faes (2006) und Arnold Schönbergs Die Prinzessin (2008) sowie den Gesprächsbänden über Karl Amadeus Hartmann (2009) und Hans Erich Apostel (2010) aus der Edition Künstler im Gespräch.